Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Spezialist für Urogynäkologie
(King's College London)

Ich wurde in Barcelona, Spanien geboren und schloss mein Studium an der Universität Barcelona (Universitat autónoma Barcelona) ab. Nach meiner Ausbildung zum Facharzt der Allgemeinmedizin in Barcelona zog ich 1998 nach London, Grossbritannien, wo ich meine gesamte Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe absolvierte. Zusätzlich absolvierte ich eine Subspezialisierung in Urogynäkologie am King’s College Hospital, London welche ich 2013 erfolgreich abschließen konnte. Im gleichen Jahr beendete ich erfolgreich meinen PhD zum Thema Beckenbodenverletzungen nach der Geburt am University College London ab. Ich arbeitete bis 2021 als lead Consultant/Abteilungsleiter in Gynäkologie und Urogynäkologie am Kingston Hospital, London, als die Berge meine Frau zurückriefen. Derzeit arbeite ich wissenschaftlich in der Forschung im Bereich Beckenboden/Inkontinenz sowie in der postpromotionellen Ausbildung.
Was ist eine Urogynäkologin oder ein Urogynäkologe?
Eine Urogynäkologin oder ein Urogynäkologe ist eine Fachärztin oder ein Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe mit einer zusätzlichen Spezialisierung. Nach der regulären Facharztausbildung folgt eine weitere, mehrjährige Zusatzausbildung im Bereich Urogynäkologie.
In diesem Schwerpunkt geht es um die Diagnose und Behandlung von Frauen mit Beckenboden- und Blasenproblemen. Dazu gehören zum Beispiel Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz, wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Darmbeschwerden sowie Senkungsbeschwerden (Prolaps). Zur Diagnostik zählen spezielle Untersuchungen wie urodynamische Tests oder eine Blasenspiegelung (Zystoskopie). Die Behandlung kann konservativ (z. B. Beckenbodentherapie, Medikamente) oder operativ erfolgen.
Qualifizierte Urogynäkologinnen und Urogynäkologen verfügen zudem über wissenschaftliche Qualifikationen wie Publikationen und / oder einen höheren akademischen Abschluss im Fachgebiet Urogynäkologie.
Diese Spezialisierung erfordert ein anspruchsvolles Auswahlverfahren, da nur wenige Zentren in Großbritannien eine derart umfassende und hochspezialisierte Ausbildung anbieten dürfen.
Lebenslauf / Ausbildungen / Publikationen
Erklärung zu meinem Titel zusammengefasst:
Der Unterschied zwischen „MD (res)“ und einem normalen „Dr.“:
Der britische MD (res) ist ein viel höherer wissenschaftlicher Grad als der klassische deutsche „Dr. med.“
Wenn Sie in Österreich von einem Arzt mit der Bezeichznung Mr. X, MD (res), FRCOG behandelt werden, bedeutet das: Er ist kein einfacher „Doktor“ frisch von der Universität, sondern ein hochdekorierter Ober- oder Chefarzt, der sowohl chirurgisch auf dem höchsten Level anerkannt ist (Mr. / FRCOG) als auch jahrelange, tiefgehende Forschung betrieben hat (MD (res)).
Der Titel FRCOG (Fellow) sagt etwas über die klinische Erfahrung aus, während der „Dr.“ nur ein akademischer Grad ist. Einen „Dr.“ kann man theoretisch mit 25 oder 26 Jahren direkt nach der Uni haben. Ein „Fellow“ (FRCOG) wird man frühestens nach etwa 10–12 Jahren intensiver Fachpraxis, bestandenen Elite-Prüfungen und der offiziellen Ernennung durch die königliche britische Gesellschaft.